Die Heizung fällt aus — ausgerechnet im Winter, wenn es draußen friert. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, was Sie sofort tun können, wann ein Notdienst nötig ist und wie Sie die Situation überbrücken, bis der Heizungstechniker kommt.

Sofortmaßnahmen: Was Sie selbst prüfen können

Bevor Sie einen Notdienst beauftragen, gibt es einige einfache Ursachen, die Sie selbst beheben können:

1. Reset-Taste drücken

Viele moderne Heizungsanlagen (Gasthermen, Ölheizungen) verfügen über eine Reset-Taste — oft rot oder mit einem Flammensymbol gekennzeichnet. Kurz drücken, kurz warten. Manchmal reicht das aus, wenn sich die Anlage durch eine Sicherheitsabschaltung abgeschaltet hat.

Hinweis: Wenn die Anlage nach dem Reset erneut ausfällt, liegt ein technisches Problem vor. Weitere Reset-Versuche können die Anlage beschädigen — rufen Sie dann den Techniker.

2. Wasserdruck prüfen

Ein zu niedriger Wasserdruck ist eine häufige Ursache für Heizungsausfälle. Das Manometer an der Heizung zeigt den aktuellen Druck an:

Anzeige Bedeutung
Unter 1,0 bar Zu niedrig — Anlage schaltet ab
1,0–2,5 bar Normaler Betriebsbereich
Über 3,0 bar Zu hoch — Überdruck

Bei zu niedrigem Druck: Nachfüllhahn langsam öffnen, bis der Zeiger im grünen Bereich ist. Schließen Sie den Hahn, wenn der Druck 1,5 bar erreicht hat.

3. Fehlercodes auslesen

Moderne Heizungsanlagen zeigen Fehlercodes im Display an (z. B. F1, E3, A4). Notieren Sie den Code und schauen Sie im Gerätehandbuch nach — oft ist die Ursache damit klar identifiziert.

4. Gaszufuhr prüfen

Bei Gasheizungen: Ist der Gashahn geöffnet? Brennen andere Gasgeräte (Herd, Boiler)? Falls nicht, könnte ein allgemeiner Gasausfall vorliegen — rufen Sie Ihren Gasversorger an.

Wann brauchen Sie einen Heizungsnotdienst?

Ein Notdienst ist nötig, wenn:

Was kostet ein Heizungs-Notdienst?

Zeitraum Typischer Stundensatz
Werktags regulär 70–110 €/h
Abends / Samstags 100–150 €/h
Nachts / Sonn- und Feiertage 130–220 €/h

Anfahrtskosten kommen hinzu (40–80 €). Lassen Sie sich vor Beginn der Arbeiten die Kosten bestätigen.

So überbrücken Sie die Zeit bis zum Techniker

Bis der Heizungstechniker kommt, können Sie sich mit diesen Maßnahmen warm halten:

Achtung Frost: Wenn die Temperaturen in der Wohnung unter 5–8 °C sinken, besteht Frostgefahr für Leitungen. Öffnen Sie bei längerem Ausfall die Hähne leicht, damit das Wasser nicht stillsteht.

Mieter oder Eigentümer: Wer ist zuständig?

Als Mieter müssen Sie den Heizungsausfall sofort dem Vermieter oder der Hausverwaltung melden — am besten schriftlich (E-Mail). Der Vermieter hat die Pflicht, die Heizung instand zu halten. Bei Vorsatz oder Verzögerung können Sie eine Mietminderung geltend machen.

Als Eigentümer sind Sie selbst für Reparatur und Kosten zuständig. Je nach Ursache übernimmt die Heizungsversicherung (falls vorhanden) oder die Wartungsvertragspartner Teile der Kosten.

Präventiv: Heizung regelmäßig warten

Die häufigste Ursache für Heizungsausfälle im Winter ist eine unterlassene Wartung. Eine jährliche Inspektion durch einen Fachbetrieb kostet 80–200 € — und verhindert teure Notfälle.


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