Photovoltaik ist 2026 so günstig wie nie zuvor — und gleichzeitig so gefragt wie nie zuvor. Die Modulpreise sind in den letzten Jahren stark gefallen, die staatliche Förderung ist attraktiv, und die Amortisationszeiten liegen für viele Haushalte unter 10 Jahren. Dieser Artikel gibt Ihnen konkrete Preise, erklärt die Förderung und zeigt, worauf Sie bei der Wahl des Elektrikers achten sollten.

Wichtig: Alle Preisangaben sind Orientierungswerte für 2026. Ihr konkretes Angebot hängt von Dachlage, Dämmung, Netzanschluss und Installateur ab. Holen Sie mindestens drei Angebote ein.

Kosten nach Anlagengröße im Überblick

Anlagengröße Modulleistung Anlagekosten Mit Speicher (10 kWh)
Klein (5 kWp) ~12–15 Module 7.000–11.000 € 14.000–20.000 €
Mittel (8 kWp) ~18–22 Module 10.000–15.000 € 18.000–25.000 €
Groß (10 kWp) ~24–28 Module 12.000–18.000 € 20.000–28.000 €
Sehr groß (15 kWp) ~36–40 Module 17.000–25.000 € 25.000–36.000 €
Gewerblich (20 kWp) ~48–55 Module 22.000–32.000 € 32.000–45.000 €

Die Preise sind inklusive Wechselrichter, Montage, Anmeldung beim Netzbetreiber und Inbetriebnahme. Module (meist aus China) haben sich in Qualität und Preis stark angeglichen.

Was ist im Preis enthalten?

Ein seriöses Angebot für eine Photovoltaikanlage enthält:

Nicht enthalten sind meist: Speicher, Wallbox/Ladepunkt, Potenzialausgleich (oft gesetzlich vorgeschrieben, 300–600 €), sowie Verstärkung des Zählerplatzes falls nötig.

Batteriespeicher: Lohnt sich die Investition?

Ein Batteriespeicher erlaubt es Ihnen, selbst erzeugten Strom zu speichern und abends oder nachts zu nutzen. Das erhöht den Eigenverbrauchsanteil von typisch 25–35 % (ohne Speicher) auf 60–80 % (mit Speicher).

Speichergröße Kosten (2026) Empfehlung für
5 kWh 4.500–7.000 € Kleine Anlagen bis 5 kWp, 1–2 Personen
10 kWh 7.000–11.000 € Anlagen 6–10 kWp, 3–4 Personen
15 kWh 10.000–15.000 € Große Anlagen über 10 kWp, Familie + Wallbox

Amortisationsrechnung Speicher: Ein 10-kWh-Speicher kostet ~9.000 €, ermöglicht aber eine Mehrnutzung des eigenen Stroms von ca. 1.000 kWh/Jahr (Wert: ca. 350–400 €). Amortisation: ca. 22–26 Jahre. Der Speicher amortisiert sich also langsamer als die Anlage selbst — dennoch wählen ihn die meisten Käufer für die Unabhängigkeit.

Förderung: EEG-Einspeisevergütung 2026

Strom, den Sie ins öffentliche Netz einspeisen, vergütet Ihnen der Netzbetreiber nach dem EEG:

Anlagengröße Einspeisevergütung 2026 (aktuell)
Bis 10 kWp ca. 8,0 Cent/kWh
10–40 kWp ca. 7,0 Cent/kWh
40–100 kWp ca. 5,7 Cent/kWh

Wichtig: Die Einspeisevergütung sinkt quartalsweise und ist für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert. Wer heute investiert, sichert sich die aktuellen Sätze für 20 Jahre.

Zum Vergleich: Haushaltsstrom kostet Sie ca. 35–40 Cent/kWh. Jede kWh, die Sie selbst verbrauchen statt einzuspeisen, spart Ihnen also mehr als das Vierfache der Einspeisevergütung. Eigenverbrauch maximieren ist die wichtigste Strategie.

Amortisationsberechnung: Beispiel 10 kWp

Position Wert
Anlagenkosten 15.000 €
Jährliche Stromerzeugung ~9.000 kWh
Eigenverbrauch (40 %) 3.600 kWh × 0,38 € = 1.368 €
Einspeisung (60 %) 5.400 kWh × 0,08 € = 432 €
Jährliche Ersparnis/Einnahmen ca. 1.800 €/Jahr
Amortisationszeit ca. 8–9 Jahre

Mit Speicher erhöht sich die Amortisationszeit auf 12–14 Jahre, aber die Unabhängigkeit steigt deutlich.

Welcher Elektriker darf PV installieren?

Nicht jeder Elektriker darf eine Photovoltaikanlage installieren und vor allem nicht jeden Betrieb finden Sie dafür beim Netzbetreiber angemeldet. Achten Sie auf:

  1. Eintragung in der Handwerksrolle als Elektroinstallateur
  2. Erfahrung mit PV-Anlagen (mindestens 20–30 Referenzinstallationen)
  3. Registrierung im Marktstammdatenregister (Pflicht für alle PV-Betreiber, hilft der Elektriker dabei)
  4. Anmeldung beim Netzbetreiber — seriöse Betriebe übernehmen das für Sie
  5. Herstellerzertifikate (z. B. von SMA, Fronius, Enphase für Wechselrichter)
Wichtig: Fragen Sie den Elektriker explizit, ob er die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt. Das ist zeitaufwändig und wird von unseriösen Billiganbietern oft vernachlässigt — was Sie als Betreiber in die Pflicht nimmt.

Warum ein lokaler Elektriker mit Website die bessere Wahl ist

Online-Plattformen versprechen günstige PV-Angebote, senden aber oft überregionale Subunternehmer. Bei Mängeln oder Garantiefällen ist die Erreichbarkeit dann schwierig. Ein lokaler Elektriker mit professioneller Website und nachweisbaren Referenzen ist langfristig die sicherere Wahl:

Häufige Fragen zur Photovoltaikanlage

Was kostet eine 10 kWp Anlage? 12.000–18.000 € ohne Speicher; 20.000–28.000 € mit 10-kWh-Speicher.

Welche Förderung gibt es? EEG-Einspeisevergütung ca. 8 Cent/kWh für 20 Jahre. Seit 2023: 0 % MwSt. auf PV-Anlagen.

Wie lange dauert die Montage? Montage 1–3 Tage. Gesamtprozess (inkl. Netzbetreiber-Anmeldung): 2–4 Monate.

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