Fassadenarbeiten gehören zu den lukrativsten Aufträgen, die ein Malerbetrieb gewinnen kann. Ein Mehrfamilienhaus mit 500 Quadratmetern Fassadenfläche kann 15.000 bis 40.000 Euro bringen — je nach Material, Dämmung und Aufwand. Das Problem: Die meisten Maler, die Fassadenarbeiten anbieten, haben keine Website, die dieses Angebot klar kommuniziert. Und verlieren damit Aufträge an Konkurrenten, die online besser aufgestellt sind.
Fassadenarbeiten: Warum dieser Markt wächst
Mehrere Faktoren treiben die Nachfrage nach Fassadenarbeiten derzeit an:
Energetische Sanierung: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die BAFA-Förderung für Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) haben die Nachfrage nach Fassadendämmung stark erhöht. Hausbesitzer bekommen bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten als Zuschuss — das senkt die Hemmschwelle deutlich.
KfW-Kredite: Neben Zuschüssen gibt es günstige Kredite für energetische Sanierung. Für Hauseigentümer ist das ein starker Anreiz, jetzt zu sanieren statt zu warten.
Altbaubestand: Millionen Gebäude in Deutschland haben veraltete oder gar keine Fassadendämmung. Der Sanierungsstau ist enorm — das bedeutet strukturell hohe Nachfrage für Jahrzehnte.
Steigende Energiepreise: Höhere Energiekosten machen sich bei schlecht gedämmten Gebäuden deutlich bemerkbar. Eigentümer suchen aktiv nach Lösungen.
Wer sind Ihre Kunden bei Fassadenaufträgen?
Fassadenaufträge kommen aus zwei Quellen:
Privatkunden (Eigenheimbesitzer):
- Suchen bei Google nach “Fassade streichen [Stadt]” oder “WDVS [Ort]”
- Entscheiden oft selbst, vergleichen Angebote
- Budget meist 5.000 bis 20.000 Euro
- Brauchen Referenzfotos und gute Bewertungen zur Entscheidung
Gewerbliche Kunden (Hausverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften, Bauträger):
- Verwalten viele Objekte, vergeben regelmäßig Aufträge
- Suchen nach zuverlässigen Partnern, nicht nach dem günstigsten Anbieter
- Budget pro Auftrag oft 20.000 bis 100.000 Euro
- Brauchen professionelle Website als Vertrauensnachweis und Referenzobjekte
Beide Zielgruppen müssen auf Ihrer Website angesprochen werden — mit unterschiedlicher Sprache und unterschiedlichen Argumenten.
WDVS: Das Spezialsystem das Sie hervorhebt
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) — auch bekannt als Außendämmung oder Wärmedämmfassade — sind das wichtigste Produkt im energetischen Fassadenbereich. Ein WDVS besteht aus Dämmmaterial (meist Styropor oder Mineralwolle), Armierungsputz und Oberputz oder Beschichtung.
WDVS-Fassaden sind komplex: Die Ausführung muss DIN 55699 und ETAG 004 entsprechen. Verarbeitungsfehler führen zu Schimmel, Rissbildung und Haftungsproblemen — und können teuer werden. Handwerker mit nachweislicher WDVS-Erfahrung haben einen klaren Vorteil gegenüber Betrieben, die das nur gelegentlich machen.
Auf Ihrer Website sollten Sie kommunizieren:
- Wie viele WDVS-Projekte Sie bereits ausgeführt haben
- Welche Systeme Sie verarbeiten (Caparol, Sto, Baumit, Alsecco)
- Ob Sie Systempartner eines Herstellers sind
- Referenzfotos mit Angabe des Dämmmaterials und der Dicke
KfW und BAFA: Wie die Förderung Ihre Website stärkt
Ein Abschnitt auf Ihrer Website zum Thema “Förderung für Fassadensanierung” ist aus zwei Gründen wertvoll:
SEO: Viele Hausbesitzer suchen nach “Fassade dämmen Förderung [Stadt]” oder “BAFA Fassadensanierung [Region]”. Eine Seite zu diesem Thema zieht genau diese kaufinteressierten Besucher an.
Vertrauen: Wenn Sie Kunden erklären, wie sie Förderanträge stellen (oder das für sie übernehmen), sind Sie kein reiner Handwerker mehr — Sie sind ein Berater. Das rechtfertigt höhere Preise und stärkt die Kundenbindung.
Wichtig: Sie müssen kein Experte für Förderanträge sein. Es reicht, wenn Sie erklären, dass BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) für WDVS möglich ist, und auf BAFA.de und KfW.de verweisen.
Vorher/Nachher: Was Fassadenfotos leisten müssen
Bei Fassadenarbeiten ist der visuelle Unterschied zwischen Vorher und Nachher besonders groß. Eine graue, verwitterte Fassade aus den 1970ern verwandelt sich nach einer Sanierung in ein modernes, energieeffizientes Gebäude.
Diese Transformation müssen Fotos zeigen:
- Weitwinkelaufnahme aus gleicher Position: Vorher und Nachher aus dem selben Standpunkt, damit der Vergleich eindeutig ist
- Detailfotos: Fensterlaibungen, Sockelbereiche, Ecken — hier sieht man handwerkliche Qualität
- Zeitstempel oder Projektnummer: Zeigt, dass es echte, aktuelle Projekte sind (keine Stockfotos)
Für gewerbliche Kunden: Zeigen Sie auch Mehrfamilienhäuser oder Gewerbegebäude — nicht nur Einfamilienhäuser.
B2B-Marketing: Hausverwaltungen als Zielgruppe
Hausverwaltungen sind die wertvollsten Kunden für Malerbetriebe mit Fassadenspezialisierung. Eine einzige Hausverwaltung, die Ihnen vertraut, kann über Jahre hinweg regelmäßige Aufträge bedeuten.
Wie Sie Hausverwaltungen über Ihre Website ansprechen:
Separater Bereich “Für Hausverwaltungen” mit Informationen zu:
- Rahmenverträgen für regelmäßige Aufträge
- Kapazitäten für mehrere parallele Objekte
- Termintreue und Projektdokumentation
- Rechnungsstellung auf Firmenname und SEPA-Lastschrift
Referenzliste: Wenn Sie bereits für Hausverwaltungen gearbeitet haben, listen Sie diese (mit Einverständnis) auf. Andere Hausverwaltungen sehen: Hier arbeitet ein Profi, der unsere Anforderungen kennt.
Überregionale Reichweite: Fassade lohnt auch Fahrtkosten
Im Gegensatz zu kleinen Malerreparaturen lohnt es sich bei Fassadenaufträgen, auch weiter zu fahren. Ein Auftrag über 20.000 Euro rechtfertigt 50 Kilometer Anfahrt — und diese Bereitschaft können Sie auf der Website kommunizieren.
“Wir übernehmen Fassadenprojekte im Umkreis von 80 km” — diesen Satz auf der Website kann bestimmen, ob Sie für Suchanfragen aus Nachbarstädten erscheinen.
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